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Himmlischer Trompetenklang: "Pieta" Christian Jost in memoriam Jet Baker

...Ohne dessen Melodien "wörtlich" zu zitieren, beschwört Jost den Geist der "Trumpet of the Sky". Ihr wunder Ton ihre gedämpfte, belegte Stimme, ihre himmelwärts entschwebenden Phrasen erlebten in der Laeiszhalle Ihre Reinkarnation — dank eines ranken russischen Wundertrompeters, den das SHMF schon vor 15 Jahren mit dem Prix Davidoff ehrte: Sergei Nakariakov.

Die Welt, Lutz Lesle, 24. November 2009

Blue Notes am Vormittag

Josts "Pieta" c in memoriam Chet Baker", eine halbstündige Meditation für Trompete und riesig besetztes Orchester, wärmte nicht eins zu eins Erinnerungen auf; nur einige Wendungen und rhytmische Muster des Jazz klangen in der Solotrompete an. Sergei Nakariakov spielte sie wie für sich und farblich so nuanciert, dass man Chet Baker stellenweise singen zu hören glaubte.

Hamburger Abendblatt, 23. November 2009

In Sergei Nakariakov fand Widmann einen Solisten dem er einen fast unspielbaren Solopart auf den Leib schreiben konnte. In einem unfassbaren rasanten Tempo ist das 15-minütige Werk gehalten, das wie ein Perpetuum Mobile abschnurrt, gehetzt und nur manchmal zu bequemeren Liegetönen findet ... Jubel und Bravos für alle Beteiligten für dieses herforragende Werk, das wohl auf lange Zeit hinaus nur einer spielen kann: Sergei Nakariakov, der “Paganini der Trompete” (wie man Ihn wohl ganz zutreffend nennt) Von diesem smarten Bürschchen werden regelmässig Zirkusnummern auf seinem Instrument verlangt — er wird sich sicher in diesem Stück wieder erkannt haben. Nakariakov allerdings machte für die Essener nicht noch einmal Männchen: Eine Zugabe wurde nicht gewährt

Jörg Widmann: “ad absurdum” Uraufführung, Phiharmonie Essen, Online Music Magazin 18.01.06

Der Solist Sergei Nakariakov kennt keine Grenzen!

In Sergei Nakariakov fand Widmann einen Solisten, dem er einen irrwitzig schweren Solopart auf den Leib schreiben konnte. Ein tiefsinniges Stück, für das alle Beteiligten mit Jubel und Bravos bedacht wurden.

Jörg Widmann: “ad absurdum” Uraufführung, Essen, 18.01.06 WAZ 20.01.2006

Nakariakov played with a marvelous svelt tone and secure technique. Just as impressively, rather then sticking out as a self-important soloist, he showed a careful concern for interacting with the elegant but almost playful accompaniment Graf and the orchestra gave him...( Haydn Trumpet Concerto E-flat Mayor) Nakariaov used the Flügelhorn for a wonerfully sultry version of the Andante Cantabile from Tchaikovsky’s String Quartet No.1.

Houston Chronicle, Sept.15 2002

Der junge russische Trompeter Sergei Nakariakov (24) — „Next Generation“ — ist ohne Zweifel ein Wunerkind unserer Zeit. Cool bis in die Haarspitzen, mit ungelenker Galanterie „fishing for applause“, aber eben auch ein ungemeiner Könner. Ob Trompete oder das dunkel-romantische Flügelhorn, der Solist beherrscht die Technik, seine (Permanent)-Atmung und Intonation, phrasiert elegant und verfügt über reichliche dynamische Bandbreite. Schumanns Musik (etwa die Fantasiestücke op.73) sind getragen von hoher sensibilität, und für das Aufwühlende sorgt Vera Nakariakova am Klavier.

Dortmund, Ruhr Nachrichten, 03.12.2001